Nur jedes siebte deutsche Unternehmen betreibt Stressprävention


Psychosoziale Risiken und arbeitsbedingter Stress sind für 79% der europäischen Manager eine Grund zur Sorge. Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (91%) und im Bildungswesen (84%) halten Führungskräfte das Thema Stress für besorgniserregend.

Diese Daten wurden kürzlich an Zwischendaten aus der „Europäischen Erhebung unter Unternehmen zu neuen und aufkommenden Risiken (ESENER) veröffentlicht. Europaweit engagiert sich jedes 4. Unternehmen (26%) in der Stressprävention – in Deutschland dagegen nur jedes 7. Unternehmen (knapp 15%).

Oft fehlen Kenntnisse über den Umgang mit Stressbelastungen
Das heikle Thema und das mangelnde Bewusstsein sind für etwa die Hälfte der Befragten aus dem Management verantwortlich dafür, dass noch nicht genügend getan wird. 42% der Führungskräfte halten es für schwieriger, psychosoziale Risiken zu bewältigen als mit anderen Sicherheits- oder Gesundheitsproblemen umzugehen. Dazu kommen mangelnde Ressourcen (Zeit, Personal oder Geld) bei 36% oder ein mangelndes Bewusstsein bei 26%.

Besser bei geregelter Mitarbeitervertretung
Betont wird, dass in Unternehmen mit geregelter Mitarbeitervertretung der Umgang mit psychischen Belastungen eher angegangen wird. Bei kleineren Unternehmen kommt es mehr auf die externe Unterstützung an.

Für die Studie wurden 36.000 Führungskräfte und Arbeitsschutzbeauftragte aus 27 Ländern der EU befragt. Die Ergebnisse sind abrufbar unter http://osha.europa.eu/de/teaser/ESENER_Survey_Enterprises_2010

Weitere Informationen unter www.inqa.de

01.07.2010 / jkoepchen



Soziale Isolation ist ähnlich schädlich wie Rauchen, der Effekt ist noch größer als der Einfluss von Bewegungsmangel oder Übergewicht. Dies ist das Ergebnis einer großen Studienübersicht mit über 300.000 Beteiligten. Die Autoren der Studie fordern, dass dem Faktor „soziale Integration“ bei der Prävention ebensoviel Gewicht gegeben wird wie Tabak-Konsum, Ernährung oder Sport.

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Eine Studie der BAuA an 517 deutschen Beschäftigten aus drei Branchen (Banken und Versicherungen, Gesundheitswesen und öffentlicher Dienst) hat nachgewiesen, dass eine hohe Arbeitsdichte depressive Verstimmungen begünstigt: je höher die objektive Arbeitsbelastung, desto häufiger traten Depressionen auf. Die Arbeitsdichte wurde dabei mit objektiven Kriterien gemessen, unabhängig von der Einschätzung der Beschäftigten selbst.

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Psychosoziale Risiken und arbeitsbedingter Stress sind für 79% der europäischen Manager eine Grund zur Sorge. Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (91%) und im Bildungswesen (84%) halten Führungskräfte das Thema Stress für besorgniserregend.

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