Schutz vor Burnout - Intrinsische Motivation


Für den Schutz vor Burnout haben Organisations-Psychologen in einer kürzlich veröffentlichten Studie vor allem zwei Faktoren ermittelt: ein gutes Verhältnis zu den Kollegen und eine intrinsische Motivation.

Diese liegt vor, wenn man nicht aus Zwang oder Not zur Arbeit geht, sondern weil es der ureigene Wunsch ist, gute Leistungen abzuliefern und zu den Zielen der Firma beizutragen. Weil man selbst innerlich motiviert ist.

Dies haben Forscher der Universität Quebec/Kanada kürzlich im „Journal of Organizational Behavior“ veröffentlicht. Sie haben dazu 400 Mitarbeiter der Universität befragt.

Burnout kostet 2 ½ Jahresgehälter
Die kanadischen Forscher haben berechnet, dass ein Ausfall einer Führungskraft wegen Burnout im Durchschnitt 2 ½ Jahresgehälter kostet: nicht nur die direkten Ausfallkosten und die Nachfolge-Suche, sondern auch die nachlassende Motivation und Produktivität der Mitarbeiter.

Motivierte und entspannte Mitarbeiter leisten mehr
Viele Burnout-Forscher sind der Ansicht, dass immer weniger Arbeitnehmer ihre Arbeit aus intrinsischen Motiven wählen – also weil sie ihre Arbeit lieben –, sondern überwiegend wegen Geld, Prestige, oder mangels Alternativen. Die Kraft, die man jeden Tag aufbringen muss, um seine Arbeit zu tun, wenn man sie eigentlich nicht mag, ist erheblich. Wer z.B. im Publikumsverkehr freundlich sein muss, obwohl ihm danach nicht zumute ist, braucht dazu jede Minute viel Kraft.

Es ist nachgewiesen, dass motivierte und entspannte Mitarbeiter mehr leisten. Wenn das Stress-Niveau zu hoch steigt, sinkt die Leistung. Entscheidend für die Motivation der Mitarbeiter ist in aller Regel das persönliche Vorbild der Führungskraft.

Quelle: Handelsblatt 27.5.2010

jkoepchen



Soziale Isolation ist ähnlich schädlich wie Rauchen, der Effekt ist noch größer als der Einfluss von Bewegungsmangel oder Übergewicht. Dies ist das Ergebnis einer großen Studienübersicht mit über 300.000 Beteiligten. Die Autoren der Studie fordern, dass dem Faktor „soziale Integration“ bei der Prävention ebensoviel Gewicht gegeben wird wie Tabak-Konsum, Ernährung oder Sport.

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Psychosoziale Risiken und arbeitsbedingter Stress sind für 79% der europäischen Manager eine Grund zur Sorge. Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (91%) und im Bildungswesen (84%) halten Führungskräfte das Thema Stress für besorgniserregend.

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