4 Mio Menschen leiden unter schweren Schlafstörungen


Der DAK-Gesundheitsreport 2010 legt den Schwerpunkt auf Schlafstörungen bei Berufstätigen: darüber klagt etwa die Hälfte aller Berufstätigen, 21% häufiger, 28% manchmal. Etwa 10% der Berufstätigen (ca 4 Mio Menschen) berichten über schwere Schlafstörungen: sie schlafen mehr als dreimal pro Woche schlecht und gehen übermüdet zur Arbeit.

Die häufigsten Schlafstörungen sind nachts wiederholtes kurzes Aufwachen, längeres Wachliegen, nicht erholsamer Schlaf und sehr frühes Erwachen.

Wichtigste Auslöser der Schlafstörungen sind
- besonderer Stress und Belastungen (40%)
- Gedankenkreisen, Grübeln, Sorgen und Ängste (25%)
- Störungen des Tagesrhythmus wie Schichtarbeit (20%)

Schlafprobleme können ein Frühzeichen sein für Überlastung, Burnout oder Depression. Die Behandlung erfolgt häufig in Eigenregie, stellt der Bericht fest.

Für den DAK-Gesundheitsreport 2010 wurden Daten von 2,5 Mio erwerbstätigen Versicherten ausgewertet sowie eine Befragung von 3.000 Arbeitnehmern im Alter von 35-65 Jahren durchgeführt.
Quelle: http://www.presse.dak.de/ps.nsf



Eine Studie der BAuA an 517 deutschen Beschäftigten aus drei Branchen (Banken und Versicherungen, Gesundheitswesen und öffentlicher Dienst) hat nachgewiesen, dass eine hohe Arbeitsdichte depressive Verstimmungen begünstigt: je höher die objektive Arbeitsbelastung, desto häufiger traten Depressionen auf. Die Arbeitsdichte wurde dabei mit objektiven Kriterien gemessen, unabhängig von der Einschätzung der Beschäftigten selbst.

weiter



Psychosoziale Risiken und arbeitsbedingter Stress sind für 79% der europäischen Manager eine Grund zur Sorge. Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (91%) und im Bildungswesen (84%) halten Führungskräfte das Thema Stress für besorgniserregend.

weiter



Für den Schutz vor Burnout haben Organisations-Psychologen in einer kürzlich veröffentlichten Studie vor allem zwei Faktoren ermittelt: ein gutes Verhältnis zu den Kollegen und eine intrinsische Motivation.

weiter