Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen zunehmend

Im Fehlzeiten-Report des WIdO von Ende 2009 werden für den steigenden Krankenstand vor allem die zunehmenden psychischen Erkrankungen verantwortlich gemacht.

Seit 1995 sind die AU-Fälle aufgrund psychischer Erkrankungen um 80% angestiegen, sind bei Frauen inzwischen mit 11% die dritthäufigste Ursache. Psychische Erkrankungen verursachen mit durchschnittlich 22,5 Tagen lange AU-Zeiten.

Geminderte Leistungsfähigkeit durch Präsentismus
Noch stärker wirken sich die Produktivitäts-Ausfälle aus, die entstehen, wenn Mitarbeiter trotz eingeschränkter Gesundheit zur Arbeit gehen (Präsentismus). Über 70% der Versicherten sind 2009 auch krank zur Arbeit gegangen oder haben das Wochenende abgewartet, um sich auszukurieren.

Das Resümee im Report: „Vor dem Hintergrund dieser neuen Ergebnisse ist es wichtig, nicht nur die Belastungen im beruflichen Umfeld zu reduzieren, sondern auch die Ressourcen und den Umgang mit Stress bei jedem einzelnen zu stärken.“



Eine Studie der BAuA an 517 deutschen Beschäftigten aus drei Branchen (Banken und Versicherungen, Gesundheitswesen und öffentlicher Dienst) hat nachgewiesen, dass eine hohe Arbeitsdichte depressive Verstimmungen begünstigt: je höher die objektive Arbeitsbelastung, desto häufiger traten Depressionen auf. Die Arbeitsdichte wurde dabei mit objektiven Kriterien gemessen, unabhängig von der Einschätzung der Beschäftigten selbst.

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Psychosoziale Risiken und arbeitsbedingter Stress sind für 79% der europäischen Manager eine Grund zur Sorge. Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (91%) und im Bildungswesen (84%) halten Führungskräfte das Thema Stress für besorgniserregend.

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Für den Schutz vor Burnout haben Organisations-Psychologen in einer kürzlich veröffentlichten Studie vor allem zwei Faktoren ermittelt: ein gutes Verhältnis zu den Kollegen und eine intrinsische Motivation.

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